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Carica papaya Ø = D1
Juni 12, 2019
Chininum arsenicosum Ø = D2
Juni 12, 2019

Carum carvi Ø = D1

Carum carvi gehört zu den ältesten Gewürzpflanzen überhaut. Funde in Pfahlbauten zeigen seine Verwendung im Neolithikum. Auch im Grabe Tutanchammun1336 v.Chr. wurde Carum carvi gefunden. Bei Carum carvi handelt es sich um eine ursprünglich eurosibirische Pflanze die heute Weltweit vorkommt. Carum carvi wächst auf ungedüngten Wiesen und Weiden bis 2400m und ist relativ häufig anzutreffen.

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Deutsche Bezeichnung

Garbe, Karbensamen, Kümmel

Englische Bezeichnung

Caraway, Meridian fennel, Persian cumin

Französische Bezeichnung

Carvi, Cumin des prés

HAB Vorschrift

4a

Alkohol % v/v

90

Stammpflanze

Carum carvi L.

Verwendeter Pflanzenteil

ganze, getrocknete Teilfrüchte

Herkunftsregion /-land

Deutschland

Art der Gewinnung

Konventioneller Anbau

Vorkommen und Beschreibung

Carum carvi gehört zu den ältesten Gewürzpflanzen überhaut. Funde in Pfahlbauten zeigen seine Verwendung im Neolithikum. Auch im Grabe Tutanchammun1336 v.Chr. wurde Carum carvi gefunden. Bei Carum carvi handelt es sich um eine ursprünglich eurosibirische Pflanze die heute Weltweit vorkommt. Carum carvi wächst auf ungedüngten Wiesen und Weiden bis 2400m und ist relativ häufig anzutreffen. Als Mitglied der Doldenblütlerfamilie (Apiaceae) ist Carum carvi relativ schwer zu bestimmen und auch mit giftigen Pflanzen verwechselbar. Der Stängel ist kahl und sparrig verzweigt. Die unteren Blätter sind zwei- bis dreifach gefiedert. Im ersten Jahr bildet Carum carvi eine Blattrosette um dann im 2 Jahr bis 60cm hoch zu wachsen. Die oberen Stängelblätter wachsen aus einer Blattscheide am Stiel. Die Blätter bilden nebenblattartige Fiederpaare direkt beim Stiel, was das sichere Erkennungszeichen für Carum carvi ist. Am Ende der Stängel bildet sich der Doppeldoldige weiss bis rot gefärbte Blütenstand an dem dann die Früchte reifen. Die Spaltfrüchte sind 3-7mm lang und 0.5-1.5mm breit und zerfallen in zwei Einzelfüchte die leicht sichelförmig gebogen sind und an den Enden spitz zulaufen.

 

Anwendung der Pflanze

Carum carvi ist das stärkste Karminativum aller bei uns gängigen Heilpflanzen. Carum carvi wirkt durchblutungsfördernd und zudem spasmolytisch auf die glatte Muskulatur des Gastrointestinaltraktes. Aufgrund sekretionsfördernder Eigenschaften regt Carum carvi den Appetit an. Es wird auch von einem cholagogen Effekt berichtet. Carum carvi wirkt nachweislich antibakteriell und fungizid. Aus diesen Gründen wird Carum carvi bei dyspeptischen Beschwerden wie Meteorismus und Flatulenz, sowie bei leichten, krampfartigen Beschwerden im Gastrointestinaltrakt empfohlen. Zudem werden für das ätherische Öl antibakterielle und antivirale effekte postuliert was aus Carum carvi das Mittel der Wahl bei viralen und bakteriellen Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts macht. Aus der Volksmedizin ist bekannt, dass Carum carvi als Lactagogum eingesetzt wurde sowie als Emmenagogum.

 

Quelle(n)