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Bromum Ø = D2
Juni 12, 2019
Calcium fluoratum D6
Juni 12, 2019

Bryonia Ø

Artikelnummer: 1000107 Kategorien: ,
Deutsche Bezeichnung

Gichtrübe, schwarzfrüchtige Zaunrübe, Teufelsrübe, Zaunrübe

Englische Bezeichnung

Bryony, false mandrake, Wild Hop, wild vine

Französische Bezeichnung

Bryone blanche

HAB Vorschrift

2a

Alkohol % v/v

50

Stammpflanze

Bryonia alba L, Bryonia cretica L. subsp. dioica (Jacq.) Tutin

Verwendeter Pflanzenteil

frische Wurzel vor der Blütezeit

Herkunftsregion /-land

Frankreich

Art der Gewinnung

Konventioneller Anbau, Wildsammlung

Vorkommen und Beschreibung

Für die Bryonia-Urtinktur werden 2 Gattungen verwendet die Bryonia cretica die im Mittelmeer beheimatet ist und die weisse Zaunrübe Bryonia alba die auch bei uns im Rhone- (VS) und Rheintal (GR) heimisch ist. Im Folgenden und als Bryonia bezeichnet ist Letztere gemeint obwohl sich die Gattungen nicht so sehr voneinander unterscheiden. Vermutet wird der Ursprung in Osteuropa. Heute ist Bryonia in Europa weitverbreitet. Das Gebiet erstreckt sich über den Iran bis nach Zentralasien, selbst in Skandinavien sind sie anzutreffen. Bryonia ist ein mehrjähriges Kürbisgewächs (Cucurbitaceae). In der Schweiz ist die stark giftige Bryonia vom Aussterben bedroht. Aus einer grossen, verdickten, rübenartigen Wurzel die bis 2.5kg wiegen kann, entspringen die schnell wachsenden bis 3-5m langen rauhaarigen Stängel mit korkenzieherartigen Ranken. Die Blätter sind bis über die Mitte handförmig geteilt und fünfeckig im Umriss. Bryonia alba ist einhäusig, Bryonia cretica zweihäusig. Die Blüten sind weiss bis gelb-grünlich, eher unscheinbar. Die Früchte sind Schwarz. Bryonia will klettern und braucht dafür eine Stütze mit rauer Oberfläche.

 

Anwendung der Pflanze

Bryonia wird schon von Dioskurides beschrieben. Es gilt als hervorragendes Mittel bei Rheuma und Gicht, Epilepsie, Schwindel, Lähmungen, Hysterie, Wunden und Husten. Die Nebenwirkungen sind starke Durchfälle mit Reizung bis zur Zerstörung der Darmschleimhaut was relativ schnell zum Tod führt. Aus heutiger Sicht sollte Bryonia wegen der starken Giftigkeit nicht mehr phytotherapeutisch verwendet werden. Bryonia ist jedoch ein grosses homöopathisches Mittel. Leitsymptome sind Akute Beschwerden wie z.B. Husten, grippale Infekte, Kopfschmerzen die sich langsam entwickeln und begleitet von Schmerzen sind, die sich bei der leichtesten Bewegung verschlimmern. Grosser Durst mit Austrocknung. Rheumatische Beschwerden mit schmerzhaften, heissen Schwellungen. Bohrende Schmerzen, schwere Augenlider, starkes Schwitzen und Einschnürungsgefühl am Hals. Bryonia-Kranke sind gereizt, missmutig und matt. Besser werden die Beschwerden bei Ruhe und Druck auf die schmerzhafte Stelle. Schlimmer bei Bewegung, Bücken, körperliche Anstrengung und Sprechen.

 

Quelle(n)