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Atropa bella-donna Ø

Atropa bella-donna, ursprünglich Eurasiatisch kommt heute Weltweit vor. Es handelt sich um ein Nachtschattengewächs (Solanaceae) das sich in Wäldern und Waldschlägen wohlfühlt, entsprechend zahlreich ist es in unseren Wäldern. Atropa bella-donna wächst 50-150cm hoch und verzweigt sich zu einem stattlichen Busch dessen oberirdischen Teile im Winter absterben.

Artikelnummer: 1000091 Kategorien: , ,
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Zusätzliche Information

Alternative Bezeichnung

Bella-donna, Belladonna

Deutsche Bezeichnung

Tollkirsche

Englische Bezeichnung

Belladonna, Deadly nightshade

Französische Bezeichnung

Belladone, Belle cerise, Belle-dame, Bouton noir

HAB Vorschrift

3a

Alkohol % v/v

50

Stammpflanze

Atropa belladonna L.

Verwendeter Pflanzenteil

zum Ende der Blütezeit geerntete, frische, blühende, ganze Pflanze

Herkunftsregion /-land

Schweiz

Art der Gewinnung

Wildsammlung

Beschreibung

Vorkommen und Beschreibung

Atropa bella-donna, ursprünglich Eurasiatisch kommt heute Weltweit vor. Es handelt sich um ein Nachtschattengewächs (Solanaceae) das sich in Wäldern und Waldschlägen wohlfühlt, entsprechend zahlreich ist es in unseren Wäldern. Atropa bella-donna wächst 50-150cm hoch und verzweigt sich zu einem stattlichen Busch dessen oberirdischen Teile im Winter absterben. Im Frühling treiben aus den Wurzeln die neuen Triebe. Die Blätter sind ganzrandig und gestielt. Sie wachsen immer je ein grosses Blatt mit einem Kleinen zusammen, dazwischen entspringt je eine lang gestielte Blüte. Die Blütenkrone ist eng glockenförmig, mit kurzem fünfteiligem zurückgebogenem Rand. Innen ist die Blüte von Atropa bella-donna gelbgrün mit purpurnen Adern und wechselt dann gegen aussen zu braunviolett. Die Frucht ist kugelig und etwa kirschgross und schwarzglänzend. Speziell ist, dass die Pflanze Blüten und Früchte gleichzeitig trägt. Alle Pflanzenteile sind sehr giftig. Atropa bella-donna soll im Mittelalter Hexen und Magiern als Zaubermittel gedient haben. Italienerinnen machten sich ihre pupillenerweiternde Wirkung zunutze und träufelten sich Belladonna in die Augen um attraktiver auszusehen.

 

Anwendung der Pflanze

Atropa bella-donna ist in der Phytotherapie ein wichtiges Mittel bei Krämpfen, Entzündungen, Übelkeit und Schwindel. Wegen seiner Giftigkeit ist es jedoch schwierig anzuwenden und die homöopathische Anwendung wird bevorzugt. Leitsymptome sind stürmisch einsetzende, entzündliche Beschwerden wie akutes Fieber ohne Durst mit starren Augen und dampfender, brennender Hitze das Körpers, Halsentzündungen, trockener kitzeliger Husten, Ohrenschmerzen, Kopfschmerzen, Zahnungsbeschwerden, Brustentzündung, Blasenentzündungen, Fieber mit Halluzinationen. Alle Beschwerden sind begleitet von pochenden, hämmernden oder pulsierenden Schmerzen, blasse Lippen und Mundschleimhaut, leuchtend rote Zunge, rotes, heisses Gesicht. Besser werden die Beschwerden von Atropa bella-donna durch Wärme, Zudecken, Aufsitzen oder Stehen und frische Luft. Schlechter werden die Beschwerden von Atropa bella-donna durch Bewegung, Erschütterung, Geräusche, Licht und Sonne, Liegen, Druck, Kälte.