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Artemisia vulgaris Ø

Bei Artemisia vulgaris handelt es sich um einen Einheimischen ursprünglich eurasiatischen Korbblütler (Asteraceae). Artemisia vulgaris fühlt sich heimisch an Wegrändern, Ufern Kiesgruben auf Industrie- und Schuttplätzen. Artemisia vulgaris wächst 50-150cm hoch, die ganze Pflanze riecht sehr aromatisch.

Artikelnummer: 1000072 Kategorien: ,
Alternative Bezeichnung

Artemisia, Artemisia opulenta, Artemisia samamisca, Artemisia superba

Deutsche Bezeichnung

Beifuss, Gewürzbeifuss, Weiberwermut

Englische Bezeichnung

Felon herb, Mugwort

Französische Bezeichnung

Armoise, Ponema

HAB Vorschrift

3a

Alkohol % v/v

70

Verwendeter Pflanzenteil

frische unterirdische Teile zu Beginn des Winters

Herkunftsregion /-land

Schweiz

Art der Gewinnung

Wildsammlung

Vorkommen und Beschreibung

Bei Artemisia vulgaris handelt es sich um einen Einheimischen ursprünglich eurasiatischen Korbblütler (Asteraceae). Artemisia vulgaris fühlt sich heimisch an Wegrändern, Ufern Kiesgruben auf Industrie- und Schuttplätzen. Artemisia vulgaris wächst 50-150cm hoch, die ganze Pflanze riecht sehr aromatisch. Artemisia vulgaris vermehrt sich über Samen aber auch über Wurzelausläufer kann sie weite Gebiete einnehmen. Die Blätter sind 1-2fach Fiederschnittig mit breit- bis schmallanzettlichen Abschnitten, spitz und gezähnt. Am Grunde besitzen die Blätter stängelumfassende Zipfel. Oberseits sind die Blätter dunkelgrün und unterseits weissfilzig. Die Blütenköpfe bestehen nur aus Röhrenblüten und sind unscheinbar gelb oder rotbraun und wachsen in einer dichten Rispe. Die Früchte sind 1-2mm lang. Artemisia vulgaris ist eine mehrjährige Pflanze deren oberirdische Teile im Winter jedoch absterben und die Wurzeln dann im zeitigen Frühjahr wieder austreiben. Artemisia vulgaris gilt als älteste Heilpflanze überhaupt weil in einem ca. 60‘000 Jahre alten Grab im heutigen Irak eine Begräbnisstätte gefunden wurde die mit Artemisia vulgaris ausgelegt war. Diese Grabstätte gilt als erster Beweis dafür, dass Menschen so früh schon Pflanzen zu rituellen Zwecken genutzt haben. Überhaupt handelt es sich bei Artemisia vulgaris um eine sehr alte und damals sehr geschätzten und weitverbreitete Ritualpflanze. Artemisia vulgaris wurde vorwiegend als Schutz- und Reinigungspflanze verwendet. Sie galt als Begleiterin der Sommer- und Wintersonnenwende.

 

Anwendung der Pflanze

Für phytotherapeutische Zwecke sollte die Verwendung der Blätter bzw. der oberirdischen Teile bevorzugt werden. Bei dieser alten Heilpflanze handelt es sich um ein wertvolles Emmenagogum. Besonders wenn der Zyklus nach Absetzen der Pille nicht recht in Schwung kommen will und sich dies durch ein Ausbleiben der Menstruation bemerkbar macht. Auch als Geburtserleicherndes Mittel und zur Rekonvaleszenz im Wochenbett wurde Artemisia vulgaris verwendet. Überhaupt wird Artemisia vulgaris als mildes Tonikum für die Rekonvaleszenz sehr empfohlen. Auch Beschwerden im Magen-Darm-Traktes können durch Artemisia vulgaris Linderung erfahren. Hier steht Artemisia vulgaris aber etwas hinter Artemisia abrotanum und Artemisia absinthium. Als Beigabe zu Gänsebraten verbessert Artemisia vulgaris nicht nur den Geschmack, es hilft besonders auch bei der Verdauung von Fetten. Ihrem deutschen Namen nach soll ein Blatt von Artemisia vulgaris in die Schuhe gelegt vor Ermüdung der Füsse und Beine schützen.

 

Quelle(n)