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Aquilegia vulgaris Ø
Juni 12, 2019
Argentum nitricum Ø = D1
Juni 12, 2019

Arctium Ø

Für Arctium werden Arctium lappa, Arctium minus und Arctium tomentosum verwendet, es handelt sich um Vertreter aus der grossen Familie der Korbblütler (Asteraceae). Aus dem am oberen Ende oft stark verbreiterten Wurzelkopf entspringen in der Regel eine, gelegentlich aber auch mehrere lange, bis 50 mm dicke Pfahlwurzeln, die in einige bis 15 mm starke Seitenwurzeln übergehen können.

Artikelnummer: 1000061 Kategorien: ,
Alternative Bezeichnung

Arctium lappa, Radix bardanae

Deutsche Bezeichnung

Butzenklette, Grindwurz, grosse Klette, Haarwuchswurz, Igelkette, Klebern, Klette, Klettenwurz

Englische Bezeichnung

Beggars Buttons, Burdock, Gobo, Great burdock, Lappa, Thorny Burr

Französische Bezeichnung

Bardane

HAB Vorschrift

2a

Alkohol % v/v

50

Stammpflanze

Arctium lappa L., Arctium minus (Hill) Bernh., Arctium tomentosum Mill.

Verwendeter Pflanzenteil

frische unterirdische Teile

Herkunftsregion /-land

Frankreich

Art der Gewinnung

Konventioneller Anbau

Vorkommen und Beschreibung

Für Arctium werden Arctium lappa, Arctium minus und Arctium tomentosum verwendet, es handelt sich um Vertreter aus der grossen Familie der Korbblütler (Asteraceae). Aus dem am oberen Ende oft stark verbreiterten Wurzelkopf entspringen in der Regel eine, gelegentlich aber auch mehrere lange, bis 50 mm dicke Pfahlwurzeln, die in einige bis 15 mm starke Seitenwurzeln übergehen können. Alle Wurzeln sind längsstreifig oder höckrig und mehr oder weniger quer wulstig. Die starken Wurzeln tragen meist weniger als 1 mm, gelegentlich aber auch bis 4 mm dicke Seitenwurzeln (Arctium lappa). Arctium minus und Arctium tomentosum haben einfache oder nur wenig verzweigte Wurzeln. Bei Arctium minus finden sich im oberen Bereich zahlreiche, nach unten zu nur noch wenige Seitenwurzeln. Bei Arctium tomentosum sind die dicksten Wurzeln nicht stärker als 25 mm. Die im Querschnitt knapp die Hälfte des Durchmessers einnehmende Rinde ist weißlich und wird von einem dünnen, hell graubraunen bis schwarzbraunen Abschlussgewebe bedeckt. Der deutlich gegen die Rinde abgesetzte, bis fast zwei Drittel des Querschnitts einnehmende Holzkörper ist ebenfalls weißlich und erscheint durch schmale Xylemgruppen strahlenförmig. Im Zentrum befindet sich lockeres Grundgewebe. In der Rinde können gelbliche bis bräunliche Exkretgänge vorkommen. Die Rinde verfärbt sich nach dem Anschneiden rasch, der Holzkörper langsam bräunlich.Zerklüftete Wurzelstücke dürfen nicht vorhanden sein.

 

Anwendung der Pflanze

Die Heilwirkung von Arctium wurde schon von Dioskurides und Galen beschrieben. Bei Karl dem Grossen war Arctium eine wichtige Nutzpflanze da ihr Nährstoffgehalt nicht unerheblich ist. Die Wurzeln von Arctium enthalten vor allem Kohlehydrate in Form von Zucker und wenig Protein. Sehr viele Vitamine und Mineralstoffe machen Arctium zu einem wichtigen Nährstofflieferanten mit hoher antioxydativer Wirkung was in der Krebs- und Tumorprofilaxe eine Rolle spielt. Zudem konnten antivirale Eigenschaften nachgewiesen werden. Die Apoptose von östrogenrezeptornegativen Brustkrebszellen konnte im Versuch durch die phytoöstrogene Eigenschaften gezeigt werden. In der Volksheilkunde hat Arctium einen hohen Stellenwert bei der Behandlung von Hauterkrankungen wie z.B. Psoriasis oder Kopfschuppen. Auch Haarausfall, Leberleiden, Stoffwechselerkrankungen im Allgemeinen, Husten, Nierensteine und rheumatische Erkrankungen werden mit Arctium erfolgreich behandelt.

 

Quelle(n)

  • https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fe_Klette
  • https://www.henriettes-herb.com/eclectic/madaus/arctium.html
  • https://www.awl.ch/heilpflanzen/arctium_lappa/klette.htm