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Allium sativum Ø
Juni 12, 2019
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Juni 12, 2019

Allium ursinum Ø

Allium ursinum gehört wie seine Verwandten Knoblauch und Zwiebel zu den Lauchgewächsen (Alliaceae). Er wächst bevorzugt an schattigen, feuchten Standorten mit humusreichen Böden wie sie Auwälder, feuchte Laubwälder aber auch feuchte und eher schattige Gärten bieten. Wo es Allium ursinum passt, dort breitet er sich richtiggehend invasiv aus.

Artikelnummer: 1000035 Kategorien: ,
Deutsche Bezeichnung

Bärlauch, Hexenzwiebel, wilder Knoblauch

Englische Bezeichnung

Bear leek, Buckrams, Ramsons, Wild garlic

Französische Bezeichnung

Ail des ours

HAB Vorschrift

2a

Alkohol % v/v

50

Stammpflanze

Allium ursinum L.

Verwendeter Pflanzenteil

frische ganze Pflanze zu Beginn der Blütezeit

Herkunftsregion /-land

Schweiz

Art der Gewinnung

Wildsammlung

Vorkommen und Beschreibung

Allium ursinum gehört wie seine Verwandten Knoblauch und Zwiebel zu den Lauchgewächsen (Alliaceae). Er wächst bevorzugt an schattigen, feuchten Standorten mit humusreichen Böden wie sie Auwälder, feuchte Laubwälder aber auch feuchte und eher schattige Gärten bieten. Wo es Allium ursinum passt, dort breitet er sich richtiggehend invasiv aus. Als ursprünglich europäische Pflanze wächst er heute Weltweit. Aus einer länglichen von Häuten umgebenen Zwiebel wachsen schon im Februar bis April die grundständigen Blätter die gestielt und mit eilanzettlicher Form bis 20cm lang werden. Die Blätter sind im Frühstadium nach hinten aufgerollt. Ihren charakteristischen Geruch geben die Blätter von Allium ursinum nur beim Verreiben oder beim Anschneiden preis. Ab April bis Mai wächst die Blüte aus einem bis 25cm langen Stiel, an dessen Spitze die weissen, sternförmigen Blüten zu einer Scheindolde angeordnet sind. Sobald die Blüten aufgehen verströmen sie den typischen Bärlauchgeruch. Bald nach der Blüte zieht sich die Pflanze komplett zurück und hinterlässt nicht einmal mehr eine Idee von ihrem üppigen Erscheinen im Frühling. Entgegen anderslautender Gerüchte sind alle Pflanzenteile von Allium ursinum essbar.

 

Anwendung der Pflanze

Allium ursinum wird aufgrund der schwefeligen Verbindungen ähnlich wie Allium sativum gebraucht. Der Gehalt dieser schwefeligen Verbindungen ist jedoch um ca. 1/3 niedriger was in der entsprechenden Dosierung angepasst werden muss. Der Vorteil ist, dass Allium ursinum oftmals von Allium sativum-intoleranten Patienten gut vertragen wird. Für Allium ursinum liegt eine beachtliche ACE-Hemmung vor. Auch ein antiarteriosklerotischer Effekt liegt vor, indem die Schaumzellenmobilität beeinflusst wird. Eine kardioprotektive Wirkung konnte in vitro nachgewiesen werden. Es liegen antioxydative Effekte vor die, die Blutfettwerte positiv beeinflussen. Wegen der antibakteriellen Wirkung wird Allium ursinum als Karminativum bei Gährungsdyspepsien geschätzt. In der Volksheilkunde wird Allium ursinum äusserlich bei chronischen Hautausschlägen appliziert. Allium ursinum gilt in der Volksheilkunde als Blutreiniger und wird für Frühjahrskuren geschätzt. Es wird ihm sogar die Fähigkeit Schwermetalle wie Quecksilber zu binden und auszuleiten zugesprochen.