{"id":758,"date":"2021-08-23T09:02:15","date_gmt":"2021-08-23T07:02:15","guid":{"rendered":"http:\/\/new.herbamed.ch\/?post_type=product&#038;p=758"},"modified":"2022-01-12T09:31:54","modified_gmt":"2022-01-12T08:31:54","slug":"conium-maculatum-o","status":"publish","type":"product","link":"https:\/\/www.herbamed.ch\/en\/product-2\/conium-maculatum-o\/","title":{"rendered":"Conium maculatum \u00d8"},"content":{"rendered":"<h3>Vorkommen und Beschreibung<\/h3>\n<p>Conium maculatum kommt mittlerweile weltweit vor, stammt jedoch Urspr\u00fcnglich aus dem euroasiatischen Raum. Dieser typische Doldenbl\u00fctler (Apiaceae) geh\u00f6rt zu den giftigsten Pflanzen Europas und wurde fr\u00fcher gerne als Mittel zur Vollstreckung der Todesstrafe verwendet. Sokrates, in Ungnade gefallen wurde zum Tode durch den Schierlingsbecher verurteilt. Von ihm stammt ein eindr\u00fccklicher Bericht dar\u00fcber was Conium maculatum im Menschen bewirkt. Die Symptome treten alle bei vollem Bewusstsein auf bis dann der Tod durch Ateml\u00e4hmung eintritt. Conium maculatum ist eine Pflanze die bei uns relativ h\u00e4ufig vorkommt. An Wegr\u00e4ndern, Schuttpl\u00e4tzen, \u00c4cker, B\u00f6schungen und oft am Waldrand. Wie die meisten Doldenbl\u00fctler handelt es sich um eine 2 j\u00e4hrige Pflanze. Im Ersten Jahr bildet sie eine Blattrosette und im 2. Jahr die Bl\u00fcte. Die relativ grosse Wurzel w\u00e4chst spindelf\u00f6rmig. Die Laubbl\u00e4tter sind kahl, dreieckig im Umriss und mehrfach gefiedert. Der St\u00e4ngel der bis zu 2m hoch wachsen kann ist hohl, kahl, l\u00e4ngs gerippt und von einer puderartigen Schicht wie bei Trauben behaucht. Im unteren Teil ist der St\u00e4ngel mehr oder weniger rot bis dunkelpurpur gefleckt. Conium maculatum besitzt eine 8-15stahlige Dolde mit weissen Bl\u00fcten. Die Fr\u00fcchte sind 2.5-3.5mm lang eif\u00f6rmig und wellig gerippt. Die ganze Pflanze insbesondere aber die Wurzel verstr\u00f6mt einen starken, ekligen Geruch nach M\u00e4useurin.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Traditionelle Anwendung der Pflanze<\/h3>\n<p>Conium maculatum wurde fr\u00fcher zur Schmerzbek\u00e4mpfung, zur Behandlung von Epilepsie und bei L\u00e4hmungen verwendet Dioskurides und Plinius nutzten Conium maculatum bei Haut, Nerven und Leberbeschwerden bei Brusttumoren und Krebs sowie zur Bes\u00e4nftigung \u00fcbersteigerter Libido. Heute wird Conium maculatum nur noch in der Hom\u00f6opathie verwendet. Das Arzneimittelbild von Conium maculatum zeigt einen geschw\u00e4chten, matten, teilnahmslosen und niedergeschlagenen Menschen der an fixen Ideen und Mutmassungen h\u00e4ngt. Oft h\u00e4ngen diese Zust\u00e4nde mit sexuellen Exzessen aber auch Frustrationen zusammen. Es zeigen sich folgende Indikationen f\u00fcr Conium maculatum: Dr\u00fcsenvergr\u00f6sserung z.B. Tumore der Brust, Nervenst\u00f6rungen mit langsam fortschreitender Muskell\u00e4hmung, Schwindel der sich beim Liegen verschlimmert, empfindliche Br\u00fcste, vorzeitige Ejakulation und Vergr\u00f6sserung der Prostata. Besser durch druck, abgehende Winde, st\u00e4ndige Bewegung. Schlechter durch Alkohol, Licht, sexuelle Exzesse oder Enthaltsamkeit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Quelle(n)<\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gefleckter_Schierling\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gefleckter_Schierling<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorkommen und Beschreibung Conium maculatum kommt mittlerweile weltweit vor, stammt jedoch Urspr\u00fcnglich aus dem euroasiatischen Raum. Dieser typische Doldenbl\u00fctler (Apiaceae) geh\u00f6rt zu den giftigsten Pflanzen Europas und wurde fr\u00fcher gerne als Mittel zur Vollstreckung der Todesstrafe verwendet. 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