{"id":741,"date":"2021-08-23T09:01:49","date_gmt":"2021-08-23T07:01:49","guid":{"rendered":"http:\/\/new.herbamed.ch\/?post_type=product&#038;p=741"},"modified":"2022-01-12T09:31:55","modified_gmt":"2022-01-12T08:31:55","slug":"cinchona-pubescens-o-d1","status":"publish","type":"product","link":"https:\/\/www.herbamed.ch\/en\/product-2\/cinchona-pubescens-o-d1\/","title":{"rendered":"Cinchona pubescens \u00d8 = D1"},"content":{"rendered":"<h3>Vorkommen und Beschreibung<\/h3>\n<p>Cinchona pubescens geh\u00f6rt wie Kaffee oder das Labkraut zu den R\u00f6tegew\u00e4chsen (Rubiaceae). Der etwa 30m hohe Baum ist Urspr\u00fcnglich in den Anden heimisch. Er wurde jedoch kultiviert und verbreitet und kommt heute fast \u00fcberall in tropischem Gebiet vor. Cinchona pubescens gilt heute als sehr problematischer, invasiver Neophyt der vielf\u00e4ltig bek\u00e4mpft wird und dessen Ausrottung fast nur mittels Herbiziden gelingt. Der Stamm ist eher schlank die Krone ist rundlich und dicht belaubt. Die grossen, gestielten und leicht behaarten Bl\u00e4tter sind bis 30cm lang und eif\u00f6rmig. Die h\u00fcbschen, kleinen und rosafarbenen Bl\u00fcten stehen in dicht gedr\u00e4ngten Rispen und duften stark. Schon die Indianer S\u00fcdamerikas nutzten die Rinde von Cinchona pubescens und sie wurde sehr schnell auch von den Missionaren entdeckt die ein lukratives Gesch\u00e4ft damit betrieben. Im 18. Jhd entwickelte sich der Handel im gr\u00f6sseren Massstab. 1790 legte Samuel Hahnemann mit seinem Chinarindenversuch den Grundstein f\u00fcr das \u00c4hnlichkeitsprinzip der Hom\u00f6opathie. 1823 isolierte der Apotheker Friedrich Koch aus der Rinde von Cinchona pubescens den Wirkstoff Chinin und wurde daraufhin industriell hergestellt. Die Bezeichnung \u201eChina\u201c geht auf das Inkawort Quina=Rinde zur\u00fcck.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Traditionelle Verwendung der Pflanze<\/h3>\n<p>Der Hauptwirkstoff aus der Rinde von Cinchona pubescens ist das sehr bittere Chinin. Wie alle bitteren Pflanzen regt auch Cinchona pubescens die Speichel und Magensaftsekretion an. Zudem wirkt Cinchona pubescens tonisierend auf den Gesamtorganismus. Das macht Cinchona pubescens zu einem guten Mittel bei Appetitlosigkeit und dyspeptischen Beschwerden wie Bl\u00e4hungen und V\u00f6llegef\u00fchl. Zudem gilt sie als vorz\u00fcgliches Tonikum und kommt in der Rekonvaleszenz zur Anwendung. In der Volksheilkunde wird Cinchona pubescens bei remittierendem Fieber, Malaria, und grippalen Infekten angewendet. In der Hom\u00f6opathie wird Cinchona pubescens vor allem bei nerv\u00f6sen Ersch\u00f6pfungszust\u00e4nden nach schwerer Krankheit, Schwangerschaft und Stillzeit sowie nach hohen Verlusten von K\u00f6rperfl\u00fcssigkeit verwendet. Zu den typischen Symptomen z\u00e4hlen Hitzewallungen mit und ohne Fieber, Sch\u00fcttelfrost, starkes Schwitzen, Krampfanf\u00e4lle, Muskelzittern mit M\u00fcdigkeit Kopfschmerzen, Neuralgien. Besser werden die Beschwerden bei Schlaf, W\u00e4rme, festem Druck. Schlechter bei K\u00e4lte und Zugluft, nachts und leichter Ber\u00fchrung.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Cinchona pubescens geh\u00f6rt wie Kaffee oder das Labkraut zu den R\u00f6tegew\u00e4chsen (Rubiaceae). Der etwa 30m hohe Baum ist Urspr\u00fcnglich in den Anden heimisch. Er wurde jedoch kultiviert und verbreitet und kommt heute fast \u00fcberall in tropischem Gebiet vor. Cinchona pubescens gilt heute als sehr problematischer, invasiver Neophyt der vielf\u00e4ltig bek\u00e4mpft wird und dessen Ausrottung fast nur mittels Herbiziden gelingt. 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